Hochzeitsplaner als Service für das Brautpaar


Martina Brüggemann ist Hochzeitsplaner; auf den ersten Blick ein eher ungewöhnlicher Beruf. Bei einen Interview gibt sie Auskunft.

Frage: Was sind denn Ihre wichtigsten Qualifikationen?

Antwort: Man muss als Hochzeitsplaner besonders flexibel sein, sich gut in organisatorischen Fragen auskennen, stressresistent sein und über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Hochzeitsplaner bekommen oft bessere Konditionen bei Anbietern, die mit dem Thema Heiraten zu tun haben. Es ist vor allem auch die Erfahrung, die einen guten Hochzeitsplaner auszeichnet. Denn das weiß jeder: Mit wachsender Erfahrung arbeitet man effizienter; bei der Hochzeitsorganisation heißt das, mit weniger Problemen und Kosten sparender. Das grundlegende Handwerk erlernt man durch eine gute Ausbildung im Event-Bereich.

Frage: Ist Hochzeitsplaner ein erstrebenswerter Beruf?

Antwort: Für Leute wie mich, auf jeden Fall! Denn neben dem Honorar wird man mit manchen unvergesslichen Momenten entlohnt.

Frage: Und wie geht man als Hochzeitsplaner vor?

Antwort: Da sind zunächst mit dem Brautpaar und den Eltern die grundlegenden Fragen zu besprechen. Wie aufwendig und am welchen Ort soll gefeiert werden? Nur standesamtliche Heirat oder auch kirchliche Trauung? Wie romantisch oder wie schlicht oder wie modern soll denn die Feier werden? Soll die Feier als Thema gestaltet werden?

Nachdem diese Ziele festgelegt sind, wird der Kostenrahmen abgesteckt und man holt sich Angebote von Restaurants, Partyservices, Künstlern usw. ein. Danach müssen auch juristischen Dinge geklärt werden. Das sind so wichtige Dinge, wie die Festlegung des zukünftigen Familiennamen und das Aushandeln eines Ehevertrages, wobei letzteres auch heute noch eher selten ist. Auch sind die Unterlagen fürs Standesamt und/oder die Kirche zu beschaffen und diesen Einrichtungen vorzulegen.

Frage: Man sieht, hier ist viel zu tun, bevor überhaupt der Termin beginnt.

Antwort: Meist wird der Hochzeitstermin erst nach diesen ganzen Vorüberlegungen festgesetzt. Dieser Termin wird dann durchaus noch mehrere Monate warten, denn es sind weitere Dinge zu klären, welche Trauzeugen werden genommen, eine Gästeliste muss erstellt werden, ein Verfahren der Hochzeitsgeschenke muss bestimmt werden, Hochzeitshelfer müssen rekrutiert werden. Bei kirchlichen Trauungen muss man den Brautleuten auch Zeit für die Gespräche mit dem Pastor geben, manche dieser Vorbereitungskurse ziehen sich etliche Wochen hin.

Frage: Was macht denn hier die meisten Probleme?

Antwort: Nun, oft ist es die Gästeliste. Schließlich müssen hier die Interessenlagen von den beiden Brautleuten und deren jeweiligen Eltern berücksichtigt werden. Und das ist manchmal sehr schwierig, zumal die Gästeliste schon aus Kostengründen nicht zu lang sein sollte. Dann gibt es häufig Streit nach dem Motto: Nimmst du meine Großtante nicht mit auf, dann darf deine Exfreundin aus Jamaika auch nicht kommen. Hier ist schon manche Hochzeit geplatzt.

Frage: Aber soweit sollte es nicht kommen. Wie geht denn weiter, wenn das alles erledigt ist?

Antwort: Dann kann man sich mit diversen Details auseinandersetzen. Zum Beispiel muss ein Hochzeitsfahrzeug festgelegt oder beschafft werden. Die einen wollen unbedingt eine Hochzeitskutsche, die anderen nehmen den Benz vom Onkel, aber der muss dann geschmückt werden. Dann sind Details der Musik- und Tanzgruppen zu besprechen. Man muss daran denken, dass die Brautleute eventuell einen Tanzkurs machen, damit sie den Eröffnungswalzer hinbekommen. Aufwendig und schön sind auch so genannten Themenhochzeiten. Dann wird zum Beispiel auf einer Burg gefeiert und jeder Hochzeitsgast bekommt eine Rolle zugewiesen. Viele Brautleute erzählen noch lange Zeit nach der Hochzeit mit Begeisterung davon. Aber wir als Hochzeitsplaner haben dann natürlich viel mehr zu tun. Denn es müssen mehr detaillierte Festlegungen und Verabredungen getroffen werden.

Frage: Jetzt geht's ja so langsam los. Was ist denn am Hochzeitstag selbst alles zu beachten?

Antwort: Bei aufwendigeren Veranstaltungen machen wir auch eine Premiere als Test. Aber am Tag der Ereignisse muss man dann eine genaue Auflistung der Teilereignisse haben und genau beachten, dass die Termine eingehalten werden. Sonst kann ein kleiner Fehler (zum Beispiel das Verschwinden der Eheringe) die ganze Planung ins Wanken bringen. Manche Kollegen verwenden hierfür ein Projekt-Management-Programm. Das ist aus meiner Sicht übertrieben. Nach langjähriger Erfahrung habe ich schon ad hoc schnell eine Zweitlösung parat.

Frage: Was machen Sie denn, wenn die Eheringe fehlen?

Antwort: Kein Problem, es sind genügend Hochzeitsgäste da, die aushelfen können. Man muss die nur ganz entspannt einbeziehen, so als ob es ein geplanter Gag war. Dann klappt es schon.

Frage: Vielen Dank für das Gespräch...

Antwort: Aber mit der Hochzeit ist unsere Arbeit noch lange nicht zu Ende. Schließlich muss noch Hilfestellung bei den Flitterwochen gegeben werden und die Veranstaltung muss korrekt beendet werden, die Künstler müssen bezahlt werden, es muss aufgeräumt werden.

Frage: Oh, daran habe ich gar nicht gedacht. Wir müssen trotzdem zu Ende kommen. Was kosten denn Ihre Dienste als Hochzeitsplaner so?

Antwort: Das machen wir so, wie es die Architekten und Bauleiter bei einen größeren Projekt tun. Wir nehmen einfach 10 bis 20% der Hochzeitskosten und kommen damit gut hin.

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